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Anerkannter Bioland-Betrieb seit 1986

Biohof Lüdke
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Windsfeld 23
91723
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Unser Hofcafé hat geöffnet von 13 - 19 Uhr In der Saison von Mai bis Oktober

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Hanf - Cannabis sativa

Steckbrief des Hanfes:

  • stammt aus Zentralasien, heut in der ganzen Welt
  • 2 bis 7 Meter hoch
  • Wurzeln bis zu 2 Meter lang
  • schmale, fingerförmige gefiederte Blätter
  • Bestäubung durch Wind
  • Blütezeit zwischen Juli und Oktober
  • einjährig
  • zweigeschlechtig (männlich + weiblich getrennt oder zusammen
  • landwirtschaftliche Nutzpflanze
  • spezielle Sorten liefern die Drogensubstanz THC

Steckbrief des Hanföl:

  • bleibt bis -15°C flüssig
  • durch die Oxidation wird die Haltbarkeit gerabgesetzt (3-4 Monate)
  • kaltgepresst; gut geeignet für Salate
  • hat einen angenehmen, nussartigen Geschmack
  • zum Backen, Kochen und Braten ungeeignet
  • 1000kg/ 1ha = ca. 350 Liter Hanf(roh)öl
  • Hanfsamen als Müslizugabe, Vollkornriegel, Hanfbrot...
  • Hanfsamen können geröstet, gekocht oder zerkleinert werden

Unterschiede zwischen Faser- und Samenhanf:
Faserhanf: Fasergewinnung zur Produktion von Textilien, Seilen und Papier. Die Abfälle lassen sich u. a. als Isolationsmaterial nutzen; Erntezeit vor der Reife.
Samenhanf: Samengewinnung zur Produktion von Lebensmittelöl und technischen Ölen; Erntezeit bei der reifen Pflanze

Hanf zählt zu den ältesten Kulturpflanzen. Bereits 5000 v. Chr. wurden in China aus Hanf Schnüre, Seile und Netze hergestellt. Doch schon lange vorher wurde dort Hanf angebaut. Experten vermuten, dass vor 12 000 Jahren in China die ersten von Menschenhand angelegten Hanffelder blühten

Bereits 100 v. Chr. entwickelten die Chinesen die Technik der Papierherstellung aus Hanffasern. Über viele Umwege kam im 12. Jahrhundert die Papierherstellung auch nach Europa. Im Jahre 1390 nahm die erste Papiermühle in Nürnberg ihr Arbeit auf.
In Europa wurde Hanf zwischen dem 16./17. Jahrhundert in größerem Umfang angebaut, aber nicht wegen seiner psychoaktiven Wirkung, sondern ausschließlich als Rohmaterial für die Herstellung von Papier, Seilen und Textilien.
Seit dem 18. Jahrhundert wurde Hanf auch in der USA (vor allem Virginia) angebaut. Zu den Hanfbauern zählten übrigens auch der erste Präsident der USA - Georg Washington, sowie der US-Präsident Abraham Lincoln.
Die Hanffaser galt damals als sehr kostbar. Papier aus Holzfasern hatte nicht eine so lange Haltbarkeit, wie Papier aus Hanffasern. 1882 wurde die chemische Papierherstellung verbessert, was den Untergang der Hanf- und Flachsfasern als Papierrohstoff einleitete.
Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Hanföl das in der Welt am häufigsten verwendete Leuchtöl, es war das hellste Lampenöl.
Extrakte aus Hanfknospen, -blättern und -wurzeln gehörten mindestens 3000 Jahre lang zu den wichtigsten Arzneimitteln, mit denen die Menschen überall in der Welt die verschiedensten Krankheiten behandelten.
Die Forschung des 20. Jahrhunderts hat die Behandlung vieler gesundheitlicher Probleme mit Hanf aufgezeigt: Asthma, Grüner Star, Übelkeit, Tumore, Epilepsie, Infektionen, Rheumatismus, Neurodermitis... Trotz dieser positiven Wirkungen ist die Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland (anders als in vielen anderen Staaten) immer noch nicht zugelassen.
1982 wurde der Hanfanbau in Deutschland verboten. Seit 1996 ist der Anbau von bestimmten suchtstoffarmen Hanfsorten (0.3 % THC) wieder erlaubt. Hanf war in Amerika sogar Zahlungsmittel und man konnte damit seine Steuern bezahlt. Es wurden sogar Gefängnisstrafen vom 17. bis frühes 19. Jahrhundert veranlaßt, bei Nichtanbau von Hanf!

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Eindrücke bei der Hanfsamen-Ernte

Nur die Hanfsamen sind interessant zur Herstellung des Hanföls, die übrige Material ist “Abfall”

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